
sterilico – Stream Desinfektionsmittelgeneratoren erzeugen nur aus Wasser, Kochsalz und elektrischem Strom frisches, hochwirksames Desinfektionsmittel. Dabei gelangt unter anderem der bekannte Prozess der Elektrolyse zur Anwendung, dessen Ursprung auf den Physiker Allessandro Volta (1799) zurückgeht und dessen Gesetzmäßigkeiten von Michael Faraday 1832 erstmals näher untersucht und begrifflich bestimmt wurden.
Der Nobelpreisträger für Chemie 1920, Walther Nernst, welcher auch in Graz studierte und wirkte, erklärte mit seiner „Nernstgleichung“ erstmals die Oxidations-, Reduktions- und Diffusionsvorgänge bei der Elektrolyse und griff dabei auf das 1835 von John Frederic Daniell entwickelte „Daniell Element“, einer galvanischen Rundzelle mit zwischen den Halbzellen angeordnetem Tondiaphragma, zurück.
Das Daniell Element war auch Ausgangspunkt bei der Entwicklung der patentierten (Patent AT 524127 B1) Elektrolysezelle von sterilico – Stream. Dabei wurden folgende Kriterien an das Produkt gestellt:
Die patentierte (Patent AT 524127 B1) Elektrolysezelle von sterilico – Stream garantiert höchste Reinheit und konstante Qualität des Endproduktes!
Die Daniell‘sche Rundzelle hat sich nahezu 200 Jahre nach ihrer Erfindung noch immer als ideal zur Erzeugung eines Anolyts höchster Reinheit erwiesen, da nur damit eine vollständige und gleichmäßige Elektrolyse des zugeführten Reaktionsmittels gewährleistet werden kann. Elektrolysezellen mit Flachelektroden sind zwar einfacher und billiger in der Herstellung, werden aber ungleichmäßig durchströmt und weisen systemimmanente Bypass- Strömungen auf, wodurch es zu einem nicht homogenen Elektrolyseprozess sowie zur Vermischung von Anolyt und unbehandeltem Reaktionsmittel kommt.
Auf ein zwischen den Halbzellen angeordnetes Diaphragma wurde verzichtet, da sich gezeigt hat, dass mittels Kammerzellenelektrolyse (Einzelzelle) elektrolysierte Produkte eine höhere Stabilität haben als jene, die mittels Membranzellentechnologie (Elektrodiaphragmalyse) hergestellt wurden.

Bei der Membranzellenelektrolyse entstehen zwei Ströme mit entgegengesetzten Oxidations-Reduktionspotentialen und entgegengesetztem pH-Wert. Dies geschieht, indem positiv geladene Natriumionen über ein Diaphragma zur Kathodenseite wandern. Dadurch entsteht auf der Anodenseite eine sehr hohe Anolytkonzentration, die stark sauer ist und einen pH-Wert von ca. 3 erreicht. Bei der Kammerzellentechnologie wird eine Salzlösung mit einem geregelten pH-Wert von 4 bis 5,3 in einer gemeinsamen Zelle bei positiv und negativ geladenen Elektroden elektrolysiert. Dabei werden weder hohe Drücke verwendet noch Ionen über eine Membran gezwungen und ein homogener, stabiler Anolyt erzeugt, der kein neues Gleichgewicht suchen muss. Durch das Design der bei sterilico – Stream eingesetzten, patentierten (Patent AT 524127 B1) Elektrolysezelle, werden die Vorteile der Kammerzellentechnologie weiter signifikant gesteigert.
Das Resultat ist ein Höchstmaß an Reinheit und Stabilität des Endprodukts!
sterilico – Stream Desinfektionsmittelautomaten werden mit Elektrolysezellen in den Baugrößen 210 und 1320 angeboten, die jeweils als Einzelzelle oder bei größeren Bedarfsmengen in Kaskadenschaltung betrieben werden können. Die Anzahl der jeweils laufenden Zellen wird dabei automatisch bedarfsgerecht geregelt.


sterilico – Stream 210


sterilico – Stream 1320


sterilico – Stream-Anlagen arbeiten vollautomatisch und sind mit allen erforderlichen Mess- und Überwachungs- sowie Dosiereinrichtungen ausgerüstet. Es gibt sie in den Ausstattungsvarianten BASIC, ADVANCED und HIGH END. Integrierte Sensoren zur Messung von pH-Wert, Redox-Spannung, Leitfähigkeit und Durchflussmenge, sowie eine leistungsfähige Mikrocomputer – Steuer- und Regeleinheit erlauben es nicht nur mit festen Durchflussmengen und freiem Auslauf in einen Sammelbehälter zu produzieren, sondern mit einer Anlage auch mehrere dezentrale Entnahmestellen unter Leitungswasserdruck zu versorgen. Bei variabler Durchflussmenge wird die gewünschte Konzentration der HOCl exakt gehalten, in dem der Elektrolysestrom bis zum Maximum geregelt und darüberhinausgehend die Durchflussmenge begrenzt wird. Um das System zu stabilisieren ist im Frischwasserzulauf ein Druckbegrenzer und bei geschlossenen Versorgungssystemen nach der Elektrolysezelle ein Membrandruckkessel mit Drucksensor vorgesehen, der auch für Start und Stopp des Elektrolyseprozesses verantwortlich ist.


Eine integrierte Mikrofiltration im Zulauf gewährleistet die Minimierung unerwünschter Mikroverunreinigungen des Frischwassers. Im Falle hoher Wasserhärte kann optional auch eine Enthärtungsanlage angeboten und vorgeschaltet werden. Für medizinische Anwendungen wird auf vollentsalztes oder destilliertes Wasser und für kosmetische Anwendungen auf eine isotonische Kochsalzlösung als Verdünnungsmedium zurückgegriffen.
sterilico – Stream-Anlagen sind kompakt und platzsparend aufgebaut und mit hochwertigen Komponenten ausgestattet. Die Gehäuse sind aus Edelstahl (HE) oder pulverbeschichtetem Stahlblech (BA und AD) und mit integrierten bzw. angebauten Reaktionsmittelbehältern für Sole und pH-Korrekturmittel ausgestattet. Zur Maximierung des Reaktionsmittel-Vorratsvolumens wird die Verwendung eines externen Ansatzbehälters für gesättigte, mittels Salztabletten angesetzte, Salzsole und konzentrierte pH-Korrekturlösung unter automatischem Wassernachsatz empfohlen. Optional können auch Sauglanzen zur Entnahme aus externen Großbehältern geliefert werden. Die Reaktionsmittel sind im sterilico-Lieferprogramm erhältlich.
sterilico – Stream-Generatoren werden in Wand- oder Standschrankausführung geliefert und sind einfach zu montieren.
sterilico – Stream 210 ist auf Grund der kompakten Abmessungen für den Einsatz in Sanitärräumen und Küchen geeignet und kann daher in Untertisch- und Obertischausführung geliefert werden.
sterilico – Stream 1320 wird mit einer Zelle als Wandschrank geliefert. Bei Kaskadenschaltung von Zellen zur Steigerung der Kapazität gelangen Standschränke zur Anwendung.


Die Bedienung von sterilico – Stream erfolgt über Farb-Touchpanels und ist mehrsprachig. Zusätzlich verfügt jede Anlage über eine Schnittstelle zum Anschluss von Diagnoserechnern, Fernüberwachung und optional erhältlicher Visualisierungssoftware IMPERIO von CPA.
Alle Eingangsparameter für den Rezeptur-geregelten Produktionsprozess können stets frei gewählt werden. Zur Vereinfachung der Bedienung und zum einfachen Wechsel zwischen unterschiedlichen Anwendungen, können zusätzlich 3 Konzentrationsstufen (schwach-mittel-stark) mit Parameterlisten hinterlegt werden.

Alle Prozessparameter werden laufend von der sterilico – Stream-Recheneinheit zur Qualitätssicherung überwacht und in Form von Trendkurven dokumentiert!

Zusätzlich zum integrierten Farb-Touchpanel besteht die Möglichkeit zur Fernbedienung mittels Funkschalter, externem Modbus-Farb-Touchpanel und Handy mittels Bluetooth.

Das innovative Gerät zur Herstellung der einzigartigen Desinfektionslösung sterilico